Podcast der Deutschen Anwaltsauskunft - Urteil der Woche (504): Ärztlicher Behandlungsfehler – was muss der Patient beweisen?

28 April 2017 von Deutscher Anwaltverein

Möchte ein Patient einen Arzt wegen eines Behandlungsfehlers in Anspruch nehmen, muss er seinen Anspruch schlüssig darlegen. An die Begründung des Patienten stellt man nur maßvolle und verständige Anforderungen. Allerdings muss der Vorwurf der Fehlbehandlung wenigstens plausibel sein. Fehlt es daran, gibt es keinen Anspruch, sagt Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft.

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Podcast der Deutschen Anwaltsauskunft - Urteil der Woche (503): Bei überbuchten Flügen haben Fluggäste Anspruch auf Entschädigung

24 April 2017 von Deutscher Anwaltverein

Wenn ein Flug überbucht ist und trotzdem alle Passagiere erscheinen, können einzelne Fluggäste nicht mitfliegen. Tritt niemand freiwillig zurück, werden die überzähligen Passagiere beim Check-in oder beim Boarding abgewiesen. Die abgewiesenen Passagiere haben dann einen Anspruch auf Entschädigung. Das Recht auf Beförderung bleibt dabei bestehen.

Mehr dazu in unserem Podcast mit Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft.

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Podcast der Deutschen Anwaltsauskunft - Urteil der Woche (502): Keine Haftung, wenn das Auto verborgt wird

2 April 2017 von Deutscher Anwaltverein

Gestattet jemand einem anderen, sein Auto regelmäßig zu nutzen und überlässt den Zweitschlüssel, kann daraus nicht automatisch auf die Übernahme aller Schäden geschlossen werden. Juristen nennen das einen stillschweigenden Haftungsausschluss. Den ganzen Fall – gibt es jetzt.

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Podcast der Deutschen Anwaltauskunft - aktuell: Ist das Erbrecht noch zeitgemäß?

29 March 2017 von Deutscher Anwaltverein

Auf der einen Seite haben wir in Deutschland ein dynamisches Familienrecht. Anders als früher gehören zur Abstimmungslinie nicht mehr nur die ehelichen Kinder, sondern auch Kinder von nicht miteinander verheirateten Eltern. Im Familienrecht kennt man nicht mehr allein die biologische Abstammung. Dort gibt es soziale Verbindungen zwischen Stiefkindern oder auch Pflegekindern. Ein Kind kann heute rechtliche, soziale, intentionale und biologische Eltern haben.

Auf der anderen Seite haben wir ein statisches Erbrecht. Das Erbrecht geht von der „Abstammung“ aus, überlässt die Ausfüllung dieses Konzepts aber dem Familienrecht, in dem die Abstammung nur noch eines von vielen Familienverhältnissen ist. Die Liberalisierung im Familienrecht könnte oder sollte sich auch auf das Erbrecht auswirken. Gerade auch im Hinblick auf faktische Entwicklungen, wie die künstliche Fortpflanzung oder die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, über eine Leihmutterschaft oder Samenspenden ein Kind zu bekommen. Eine weitere Herausforderung heutzutage: Was geschieht eigentlich mit dem Erbrecht, wenn Keimzellen von Verstorbenen für die künstliche Befruchtung verwendet werden? Wird dadurch das Erbrecht beeinträchtigt? Auch stellen sich spannende Fragen des internationalen Privatrechts, wenn sich Wunscheltern im Ausland Reproduktionstechniken bedienen, die im Inland verboten sind. Dies führt zur Frage, welches Recht dann eigentlich anwendbar ist. Auch gibt es neue Möglichkeiten im Bereich der DNA-Untersuchung. Man kann über Jahrhunderte hinweg Abstammungen klären, während unser Erbrecht aus einer Zeit stammt, in der die Abstammungsfrage nur sehr eingeschränkt geprüft werden konnte.

Darüber diskutiert unter anderem der 12. Deutsche Erbrechtstag der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Dazu im Interview Prof. Dr. Anatol Dutta, M. Jur. (Oxford) von der Universität Regensburg.

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Podcast der Deutschen Anwaltsauskunft - aktuell: Harte Strafen für Fahranfänger im Ausland

28 March 2017 von Deutscher Anwaltverein

Außerhalb Deutschlands sind die Strafen für Fahranfänger deutlich höher als hierzulande. Mehr als 0,5 Promille in Dänemark, die Alkoholgrenze liegt wie in Deutschland, kosten im Unterschied zur Bundesrepublik bis zu einem monatlichen Nettoeinkommen. Gleiches gilt für zu hohe Geschwindigkeiten.

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